1982

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Mein Commodore VC20 anno 1982!

Neunzehenhundertzweiundachtzig? Ja, in diesem Jahr präsentierte mir mein Vater seinen neusten Kauf … der Commodore VC20. Ich glaube er hat Ihn für sich selbst gekauft, was immer er auch damit machen wollte. De facto war es meiner! Ohne eine Speichermöglichkeit wie Festplatte oder Magnetband musste ich den im Handbuch abgedruckten Basic Quellcode für das Spiel Killer Comet jeden Morgen neu eingeben. Diese permanente Wiederholung der Eingabe des Quellcodes hat wohl mein Kopf nicht unbeschadet überstanden.

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„Scanmaster“ Programm zum scannen auf dem C64

Nach einem VC20 darf der C64 nicht fehlen. Mit Diskettenlaufwerk konnte ich nun die Programmierarbeit speichern und ich legte los. Unglaublich was ich damals für einen Basic Spaghetti-Code hingelegt habe. Es sollte auch nicht bei Basic bleiben sondern bald kam die Maschinennahe Sprache Assembler ins Spiel. Wenn man direkt in CPU Registern programmiert lernt man erst wie viele Schritte nötig sind um einen einfachen Buchstaben auf den Bildschirm zu bringen. Nach „learning-by-doing“ habe ich einige Programme erstellt. Ein Projekt war der „Scanmaster“. Auf dem Kopf meines 24-Nadeldruckers war eine Photodiode angebracht der Helligkeitswerte ausgelesen hat. Die Scanvorlage wurde in den Drucker eingespannt und der Druckkopf hat Zeile für Zeile die Werte ausgelesen. Zum Schluss wurde das gescannte Bild auf dem Bildschirm ausgegeben. Ich persönlich war immens stolz und habe das Projekt bei der Zeitschrift 64’er eingereicht, leider ohne den Erfolg gedruckt zu werden.

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Meine heutige „Apple look-alike“ Umgebung

Die Programmierung war in den 90’ern ein Prima Hobby, aber noch nicht bereit um damit seine Brötchen zu verdienen. Deshalb habe ich eine Banklehre absolviert mit dem Ergebnis: Bei der Bank bleibe ich nicht. Also habe ich eine Universität gesucht die das Fach Informatik anbietet. Nicht lachen aber 1994 hat z.B. die Universität in Kassel kein Fach Informatik und hat mir die Alternativen Mathematik / Elektrotechnik angeboten. Ich habe mir dann die Universität Paderborn ausgesucht die im damaligen Hochschulranking relativ gut abgeschnitten hatte. Am Anfang wurde ich erstmal geerdet, insbesondere Mathematik und theoretische Informatik waren echte Killer-Fächer an denen einige Kommilitonen im Grundstudium gescheitert sind. Nachdem diese Hürden m Grundstudium genommen worden sind konnte das Diplom erfolgreich abgeschlossen werden.

Nächster Schritt: Wahl eines Jobs. Doktorand an der Uni war mit unter 6 Jahren zu dieser Zeit nicht zu absolvieren. Software für Consulting Firmen die Abrechnungs- oder Planungsprogramme für irgendwelche andere Firmen herstellen war auch nicht mein Wunsch. Ich hätte gerne ein Produkt erstellt daß man „anfassen & ausprobieren“ kann. So bin ich in der Automobilindustrie gelandet und mache nun Software für In-Car-Infotainment (IVI) Systeme. Mehr ist in meinem Profil auf LinkedIn zu erfahren!

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